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Der Titisee

Titisee und Feldberg vom Hochfirst aus gesehen © 2003 by Erich Spiegelhalter
Titisee und Feldberg vom Hochfirst aus gesehen
© 2003 by Erich Spiegelhalter

Vor hundert Jahren gab es am Titisee gerade mal eine Handvoll Gehöfte. Bis 1929 hieß die weit verstreute Siedlung "Viertäler". Heute ist Titisee ein Höhenluftkurort mit vielen Hotels und Gasthöfen. Der Ort wurde bei der Gemeindereform mit dem fünf Kilometer entfernten Neustadt zu Titisee-Neustadt zusammengeschlossen und ist nun ein sehr hübsch angelegtes, äußerst lebendiges Zentrum des Amüsements, das diesen See inzwischen auszeichnet.

Der Titisee ist ein ehemaliges Moränen-Gewässer - also eine Art von natürlichem Stausee, den uns die Eiszeit hinterlassen hat. Mit seinen zwei Kilometern Länge und 700 m Breite ist er der größte Natursee im Schwarzwald und durchschnittlich 20 m tief. Früher hielt man seine Tiefe für unermesslich. Und man sollte sie auch nicht messen, weil es bei jedem solchen Versuch aus der Tiefe tönte: „Ergründest Du mich, so ersäufe ich Dich“. Oder auch: „Willst Du mich messen, so will ich Dich fressen.“

Zur Herkunft seines Namens gibt es mehrere Ansichten. Hier hat im 12. Jahrhundert ein Herr namens Titini gejagt, sagen die einen. Nein, Namensgeber sei die hübsche, halbwegs tropische Blütenpflanze namens Aronstab gewesen, die hier weithin wuchs, sagen andere. Den Aronstab nannte man hier früher „Tittele“. Am liebsten ist den Titiseelern die Geschichte vom römischen Feldherrn Titus, der hier einst gelagert habe und dem See, der ihm gefiel, seinen Namen verehrt habe. Sie lassen deshalb auf dem See den Nachbau einer römischen Galeere kreuzen.

Er liegt sehr hübsch, 858 Meter hoch zwischen waldigen Hängen - an der einen Seite das Feldberg-Massiv, an der anderen der Hochfirst. Auch sein Wasser bekommt der See vom Feldberg: Der Seebach speist ihn, der Abfluß des Feldsees. Dieser Bach ändert seinen Namen gleich zweimal; als Seebach fließt er in den Titisee, als Gutach tritt er aus und wird, nach dem Zusammenfluß mit der Haslach, zur Wutach, die bei Waldshut-Tiengen in den Rhein mündet.

Der Titisee ist heute ein sehr beliebtes Ausflugsziel mit vielerlei Wassersportangeboten. Sie können baden, angeln, rudern, segeln oder surfen. Auf einem hübschen, gut angelegten Weg umrunden Sie den See in anderthalb Stunden. Im Winter kann man eislaufen; die Eisdicke (mindestens 16 cm) wird aber erst seit 1966 regelmäßig gemessen. Denn damals, im Winter, gab es einen Unfall. Den Leuten vom Titisee war nichts besseres eingefallen, als den zugefrorenen See zur Start- und Landebahn für einen Flugtag herzurichten. Um den Schnee vom Eis zu räumen, nahmen sie ausgerechnet einen schweren Traktor mit einem Schneepflug. Der brach ein und ertrank – mitsamt dem Bauern vom Bühlhof, der ihn fuhr.

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