Schwarzwald - Essen und Trinken
Mahlzeit!
In Deutschlands Südwesten gibt es mehr Renommier-Restaurants als in
irgend einem anderen Teil Deutschlands. Das liegt einerseits an den guten
Rohprodukten: Gemüse und Obst aus der Rheinebene und den Schwarzwälder
Seitentälern, Pilze und Beeren aus den Bergwäldern, dazu Wild,
Fische und Weinbergschnecken. Ganz abgesehen vom Wein, der hier vielerorts
zu besonderer Güte reift. Andererseits kommen im Schwarzwald nicht
nur badische und schwäbische Kochkenntnisse zusammen, sondern auch
schweizerische, elsässisch-französische und (aus geschichtlichen
Gründen) sogar österreichische. Das hat sich vor allem auf das
gastronomische Niveau der südbadischen Küche günstig ausgewirkt.
Viele französische Gäste kommen nur zum Essen auf einen Sprung
über den Rhein.
Der vorwiegend badisch-alemannische Schwarzwald ist an seinem östlichen
Rand unbestritten schwäbisch. So könnte man sagen, daß die
Schwarzwälder Spezialitäten eine badisch verfeinerte Version der
bodenständig schwäbischen Küche sind. Mit einigen berühmten
Ausnahmen wie der Schwarzwälder Kirschtorte - die zwar frische Herzkirschen
in Schlagsahne enthält, den Namen jedoch vom Kirschwasser bezieht,
mit dem sie großzügig getränkt wird.
Ganz typisch ist ein herzhaftes Vesper (gesprochen "Feschber") aus hellem Bauernbrot, Blut- und Leberwurst, Schwarzwälder Speck und Schwarzwälder Schinken, die monatelang im Tannenrauch auf ihre Vollendung warteten. Daß ein Schwarzwälder Kirsch-, Zwetschgen, Birnen- oder Himbeerwässerle dazugehört, versteht sich von selbst.