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Schwarzwald - MurgSchwarzwald murg

Murg

Die Ortschaft Murg - dort, wo der gleichnamige Fluss in den Rhein mündet - hat sich durch die Jahrhunderte wacker gehalten. Zum erstenmal tauchte ihr Name mit Herrn "Konrad de Murgon" auf - in einer Urkunde vom Kloster Säckingen, zu dem Murg gehörte.

Murg Antoniuskapelle Thimosstraße

Heute tendiert der aufstrebende Ort eher zu industriell-wirtschaftlicher Aktivität als zu beschaulichem Fremdenverkehr. Das ist ihm auch zu gönnen; sein Fluss, die Murg, hat desto mehr an landschaftlicher Attraktion zu bieten. Der kleine Fluss kommt wild und schäumend daher. Es macht Spass, auf dem kaum befahrenen Sträßchen an seinem Ufer hinaufzuwandern bis nach Hottingen. Das sind zehn Kilometer, und von 312 Höhenmetern kommt man auf 682 - das strengt nicht besonders an. Man spaziert durch ein Erosionstal von ursprünglicher, geradezu großartiger Schönheit. Die Murg hat sich tief in den Gneis des Hotzenwaldes eingefressen. Dieser Fels kommt in vielen Arten und allen bunten Farben vor und nicht nur Geologen haben ihren Spaß daran.

An den Ufern macht sich eine ganze Reihe verschiedenartiger Wälder breit, in denen auch botanische Raritäten wachsen wie der Hirschzungenfarn und der Waldgeißbart. Man trifft auf ein Naturschutzgebiet, den Thimoswald, mit seinen Wiesen und Weihern und kommt zur Ruine der Burg Wieladingen. Die wurde restauriert und wieder zugänglich gemacht. Wer von der Murgtalstraße über einen Steg zum Aufstieg der Burg spaziert, sieht hübsche kleine Wasserfälle, die der Lehenbach beisteuert, der sich hier von hohen Felsen auf allerlei gischtenden Umwegen in die Murg stürzt. Und wenn man auf den hohen Turm der Burg Wieladingen - einen Bau aus wuchtigen Quadern - steigt, hat man einen großartigen Blick ins Murgtal bis hin zum Städtchen Murg.

Man trifft auch auf einige Mühlen (wobei ein Teil der Lochmühle restauriert wurde) und am Ende der Schlucht auf die kleine Pfaffensteg-Kapelle. Deren Name geht darauf zurück, daß hier einst ein Pfarrer zu einem Sterbenden mußte, der Steg über den Fluss aber verschwunden war. Da lieh ein Graf dem Pfarrer sein Pferd zum Übersetzen - erst das sei ein "richtiger Pfaffensteg".

Das Sträßchen am Ufer der Murg ist noch fast ganz so beschaffen wie damals, als man es für die Postkutsche baute. Die fuhr von 1878 bis 1913. Dann war die ebenfalls sehr schöne Autostraße fertig, die von Murg nach Hottingen führt - aber ein ganzes Stück östlich vom Fluss und durch zahlreiche Dörfer. Was der Postkutsche passte, ist noch heute gut für die Radwanderer - und denen begegnet man häufig.

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