Schwarzwald - Pforzheim
Pforzheim
Die
Stadt ist voll von Edelgestein und Goldschmieden - und das seit mehr als
zweihundert Jahren. Hier werden schöne, originelle (oft auch sehr wertvolle)
Schmuckstücke entworfen und hergestellt.
Diese Demonstration von Wohlhabenheit hat ihren Grund in der Armut. Es waren Markgraf Carl Friedrich und seine Frau Caroline Louise von Baden, die etwas für elternlose Kinder tun wollten. Im Pforzheimer Waisenhaus richteten sie 1767 eine kleine Fabrik für Uhren und feine Stahlwaren ein, damit die Kinder etwas lohnbringendes lernen konnten. Wohltun trägt Zinsen: Aus der feinmechanischen Fabrik wurde nach und nach die berühmte Schmuckindustrie; manch arme Waise wurde reich.
Im Reuchlinhaus ist jetzt Pforzheims Schmuckmuseum untergebracht. Dort wird eine Sammlung aus vier Jahrtausenden gezeigt. Besonders interessant sind eine goldene etruskische Zierscheibe aus dem siebten vorchristlichen Jahrhundert und ein spiralförmiger griechischer Schlangenarmreif, der über 2000 Jahre alt ist.
Interessant sind auch das Mineralienmuseum im Stadtteil Dillweißenstein sowie - in einem ehemaligen Fabrikgebäude - das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhren-Industrie. Dort zeigen Goldschmiede und Uhrmacher, wie sie arbeiten.
Die älteste Kirche der Stadt ist St. Martin am Altstädter Kirchenweg. Aus dem 12. Jahrhundert blieben Teile des Chorbogenpfeilers erhalten. Aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammen einige schöne Malereien - so die Darstellung der Weltgeschichte und die Heiligengestalten an den Seitenwänden des Chors. Das Langhaus wurde als flacher Saal neu gebaut.
Auf dem Schloßberg steht die Schloß- und Stiftskirche St. Michael. Sie entstand zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert und diente den badischen Markgrafen als Grablege. Deren Renaissance-Grabmäler mit den figürlichen Reliefs sind Meisterwerke der Bildhauerei.
Im Südosten der Stadt, mitten im Wald an der Tiefenbronnerstraße,
entstand auf einer Fläche von 16 Hektar ein großzügig gestalteter
Wildpark mit Hirschen und Wisenten, asiatischen Wildpferden, Rentieren und
Elchen sowie einer großen Vogelwiese mit Teichen. Großer vorteil -
vor allem für Familien mit Kindern - der Eintritt ist frei. Noch ein wenig
südöstlicher im Naturschutzgebiet des Würmtals (beim Stadtteil
Würm) wurde ein Alpengarten angelegt. Wegweiser führen hin. Hier
blühen im Sommer mehr als 5000 Pflanzenarten aus allen Hochgebirgsregionen
der Erde.
Ebenfalls interessant: DSU-Ausstellungszentrum, weltweit größte permanente Ausstellung von Schmuck, Uhren und Accessoires.
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Der Alpengarten bei Pforzheim
Mehr Infos finden Sie bei der Schwarzwald ZentraleMehr Infos über
Stadtinformation
Marktplatz 1
75175 Pforzheim
Tel 0 72 31 / 1 45 45 60
Fax 0 72 31 / 1 45 45 70
eMail: stadtinformation-pforzheim@t-online.de
Internet: www.pforzheim.de
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