Schwarzwald - Die Landschaften
Heimat der Flößer: Der Mittlere Schwarzwald
Wo liegt der Mittlere Schwarzwald? Da kann man die Grenzen ziemlich willkürlich setzen. Für uns beginnt dieser Mittlere Schwarzwald an der Bundesstraße 28, die sich von Straßburg über Freudenstadt nach Nagold und Herrenberg hinüberzieht. Seine südliche Begrenzung findet er in der Straße, die vom Kaiserstuhl nach Villingen-Schwenningen führt.
Ein großer Reiz dieses Gebiets liegt in der Vielfalt seiner Landschaftsformen. Da gibt es die heitere Ortenau, deren Rebhänge ins Oberrheintal hinunterführen, da finden Sie aber auch sehr waldreiche Gebiete - wie es dem Namen der Gegend entspricht. Sie sehen alte Fachwerkstädtchen, die noch sehr traditionsbewußt sind, und auch Burgruinen, die auf eine wechselvolle Vergangenheit hinweisen. Im Osten liegt das Hochland der Baar, das bis zur Donau und zum oberen Neckar reicht.
Im diesem Mittleren Schwarzwald gibt es einiges zu sehen, das für das ganze Mittelgebirge typisch ist. Da steht beispielsweise nördlich von Gutach der Vogtsbauernhof, das große bäuerliche Schwarzwälder Freilichtmuseum, von dem im Kapitel Das Besondere mehr zu lesenist.
Aber auch über die Flößerei können Sie einiges lernen.
Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts waren Flöße ein alltäglicher
Anblick auf den Flüssen. Vom 15. bis ins 20. Jahrhundert war die Flößerei
auch ein sehr lohnendes Gewerbe. Der Schwarzwald galt damals als der größte
deutsche Holzlieferant. Die meisten Flöße auf dem Rhein bestanden
aus Schwarzwälder Tannen und Fichten. Und die Flößer waren
im Schwarzwald hochgeachtete Herren. Die unerschrockenen Männer, die
auf ihren Flößen bis ins Mündungsdelta des Rheins hinunterreisten,
machten den Schwarzwald im 18. Jahrhundert richtiggehend populär. Wilhelm
Hauff schrieb 1828 sein Flößermärchen "Der
Holländer Michel".
> Berühmte Straßen: Der Nordschwarzwald
> Heimat der Flößer: Der Mittlere Schwarzwald
> Seen und der höchste Berg: Im Südschwarzwald
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