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Schwarzwald - Partnerseite - Kulinarische Spezialitäten

Autor: Marco Gassner

Deutsche Küche, die polarisiert

Thüringer Klöße, Spätzle und Sauerbraten: Die deutsche Küche ist so vielfältig wie die Regionen zwischen Nordsee und Alpen. Doch nicht alle deutschen Spezialitäten begeistern Gourmets gleichermaßen. Manchmal ist es nur der Name, der Feinschmecker in die Irre führt: Wer denkt, Torten seien immer süß, der war noch nie in Norddeutschland. Hier gilt Rauchaal-Torte als eine Spezialität. Ob mit Dill-Dip, Cranberry-Parfait oder Apfelgelee – die Torte sieht zunächst aus, wie eine gewöhnliche Sahnetorte – ist aber alles andere als süß. Zur Sahne gesellen sich außerdem noch Schalotten, Fenchel, Wermut, Weißwein, Pfeffer und Salz und zu guter Letzt natürlich geräucherter Aal.

Schneckensüpple für Feinschmecker
Die Badische Schneckensuppe, auch Schneckensüpple genannt, galt ursprünglich als Arme-Leute-Essen im Schwarzwald. Wer nicht ausreichend Geld verdient hat, um seiner Familie üppige Fleischgerichte aufzutischen, musste damit vorliebnehmen, was in der Natur zu finden war. Der Ursprung des Schneckensüpple soll dabei bis ins Mittelalter zurückreichen. Besonders für streng Gläubige bot sie einen bedeutenden Vorteil: Weil Schnecken laut Bibel weder Fisch noch Fleisch seien, konnten sie auch in der Fastenzeit gegessen werden. Traditionell werden die Schnecken mit Kartoffeln, Knoblauch, Kräutern und Sahne gekocht. Edlere Süpple-Varianten beinhalten Safran und Champignons.

Spinnentiere tummeln sich auf Magerquark
Im Gegensatz zu Bakterien oder Schimmel werden bei einer Käsespezialität aus dem sachsen-anhaltischen Würchwitz Milben im Reifeprozess eingesetzt. Diese Rezeptur beruht auf einer Jahrhunderte alten Tradition. Dass ausschließlich die kleinen Spinnentiere zur Reifung des Käses eingesetzt werden, ist weltweit einzigartig. Dabei wird Magerquark mit Salz und Kümmel gewürzt. Erst, wenn er einige Zeit abgetrocknet ist, kommt der Käse in eine Kiste gefüllt mit Millionen von Milben. Nach etwa drei Monaten ist der Käse fertig gereift, bernsteinfarben und schnittfest. Der Geschmack erinnert laut Herstellern an kräftigen Harzer Käse mit leicht bitterem Nachgeschmack. Die Milben werden vor dem Verzehr nicht entfernt.

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